Eine seit einer Woche andauernde DDoS Attacke auf die populärsten kommerziellen Webseiten mit homosexuellen Inhalten in Russland scheint vorüber. Die simultan erfolgten Angriffe hatten es erfolgreich geschafft die Webserver der meisten Webseiten lahmzulegen. Die Webseitenbetreiber versuchten zuerst die Datenflut abzuwehren, indem sie den gesamten Traffic, der von außerhalb Russlands eintraf, heraus filterten. Allerdings kamen die Angriffe diesmal aus dem Inland, ausgehend von einem Botnetz das seine DDoS Dienste kommerziell anbietet.
Die meisten betroffenen Seiten lieferten aufgrund des DDoS in der letzten Woche nur die Meldung “503 Service Temporarily Unavailable”. Unter ihnen waren beliebten Seiten wie:
- gogay.ru
- 1gay.ru
- androgin.ru
- boysclub.ru
- egay.ru
- gaylines.ru
- gaymoney.ru
- gayplanet.ru
- gayrelax.ru
- xabalka.ru
Am 25. Februar veröffentlichte gogay.ru ein Statement in dem sie den Vorfall bestätigten und Geld für Hinweise auf die Täter anboten:
“Gestern (25. Februar) war unsere Webseite Zeil einer schweren Hacker-Attacke (Flood Angriff mit einer Kapazität von 2 Mbit/s). Der Angriff wurde abgewehrt, aber hält auf anderen Homosexuellen-Webseiten wie 1gay.ru, egay.ru, xabalka.ru ect. an. Wenn Sie Informationen über die Urheber der Attacken haben, wenn Sie – der Webmaster oder Inhaber einer Homosexuellen-Webseite unter Angriff (falls Ihre Seite in den letzten Tagen langsam war – dann ist es wahrscheinlich das Sie unter dem gleichen Angriff lagen), Sabotage, Erpressung oder Erpressungsversuch zu leiden hatten – kontaktieren sie uns.”
Da die betroffenen Webseiten kommerzielle Anbieter von homosexuellen Multimedia-Inhalten waren und somit sehr bandbreitenlastig, waren die Angriffe darauf ausgelegt die Geschäfte dieser Unternehmen zu stören. Dies war den Urhebern anscheinend gelungen. Die russische Regierung ist bekannt dafür, das sie eine relative schwulenfeindliche Politik verfolgt. Gleichzeitig machen es DDoS Bezahldienste aufgrund ihrer hohen Anonymität und hohen Bandbreite einfach, solche Angriffe in Auftrag zu geben.
(via Dancho Danchev’s Blog)




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