Eine einfache Google Suchanfrage benutzt 1.000 Server
Meldung vom 21. Feb 2009 um 13:02 Uhr | 3 Kommentare

aboutpixel.de / netzwerk by astock5Google hat kürzlich erklärt, das eine einfache Suchanfrage bis zu 1.000 Server benutzt, und das innerhalb von 0.2 Sekunden. Dieses Eingeständnis kam vom Google Mitarbeiter Jeff Dean in seiner Keynote auf der WSDM Konferenz und ist ein Alarmzeichen für alle die sich für ökologisch effiziente Rechenzentren einsetzen.

Nach Jeff Dean hat die Zahl der Suchanfragen und die Prozessorgeschwindigkeit um den Faktor 1.000 in den letzten 10 Jahren zugenommen, aber die Verzögerung ist dabei von 1000ms auf nur noch 200ms zurückgegangen.

Eine weitere signifikante Änderung im Google Suchsystem ist, dass der komplette Suchindex im Speicher gehalten wird. Daraus resultiert, das bis zu 1.000 Rechner benutzt werden können um eine einfache Suchanfrage zu beantworten. Mit dem alten System waren es nur 12 Maschinen.

(via computerweekly)



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3 Reaktionen zu “Eine einfache Google Suchanfrage benutzt 1.000 Server”
3 Kommentare
  • Aeh, und wo genau ist jetzt der Zusammenhang zwischen “benutzt viele Rechner” und “ist oekologisch bedenklich”?

    Ich versuche alternativ zu dem hier gegebenen Nicht-Zusammenhang mal logisch ranzugehen: Man kann davon ausgehen, dass der gesamte Index nicht in den RAM passt, den man in einem Rechner unterbringen kann. Daher kamen die Google-Entwickler vielleicht auf die Idee, dass man den Index einfach ueber mehrere Rechner verteilen koennte, die gemeinsam genug RAM haben. Dann muesste man nur noch dafuer sorgen, dass man fuer eine Suchanfrage die zustaendigen Rechner findet, die einem die verschiedenen Teile des Ergebnisses geben koennen, und schon haette man die Zugriffszeiten wesentlich verbessert, da man nicht mehr auf Festplatten warten muss, und gleichzeitig die Abnutzung der Festplatten verringert (spart Resourcen fuer die Herstellung von Ersatz-Festplatten), ausserdem den Energieverbrauch der Festplatten verringert (muessen ihren Lesearm nicht mehr soviel bewegen), dann die Vorhaltezeit des Verbindungszustandes fuer die Suchanfrage verringert, damit den Bedarf an Arbeitsspeicher verringert, damit die Effizienz der Rechnernutzung erhoeht, damit Rechner eingespart, damit ganz viel Resourcen fuer Herstellung und Betrieb von Rechnern gespart, …

    Ich habe ja keine Ahnung, was stimmt. Aber wenn man bedenkt, dass es auch fuer Google deutliche Anreize gibt, die Anzahl ihrer Rechner und den Energieumsatz klein zu halten, halte ich es doch fuer wahrscheinlicher, dass es so ist wie es ist, weil es so effizient ist.

    • Hallo Unk,

      eigentlich hast du vollkommen Recht. Um eine wie auch immer geartete Schlußfolgerung aus Anzahl der Rechner zu ökologisch effizient zu ziehen, bedarf es natürlich genauester Daten wie Google die Server genau einsetzt und wie deren Verbrauch ist. Von daher kann ich deine Argumentation nur unterschreiben und muss obigen Text virtuell revidieren.

  • Nur noch mal ein Rechenbeispiel zur Verdeutlichung: Wenn man 12 Rechner, die je 100 Watt ziehen, 1 Sekunde lang voll auslastet, verbraucht man dabei 1200 Joule. Wenn man 1000 Rechner, die je 100 Watt ziehen, innerhalb von 0.2 Sekunden jeweils fuer 10 ms nutzt, dann verbraucht man dabei 1000 Joule. Ich habe keine Ahnung, was hier zutrifft – das Beispiel zeigt nur, dass mit der Anzahl der beteiligten Rechner ueberhaupt nichts ueber den Energie- oder anderen Resourcenverbrauch gesagt ist.