“Verteidigungsstrategie” der US Airforce gegen Blogartikel
Meldung vom 06. Jan 2009 um 23:01 Uhr | Keine Kommentare

Die Armee tut sich ja bisweilen schwer damit ihren Soldaten Zugang zu allen möglichen Webseiten zu gewähren. So auch die US Airforce. Bis vor einigen Monaten entschieden die lokalen Kommandostrukturen darüber, welche Webseiten den Soldaten vorenthalten werden. Im Februar 2008 änderte sich auch das nachhaltig, als das Air Force Network Operations Center (AFNOC) eine neue Regelung implementierte:

AFNOC has imposed bans on all sites with “blog” in their URLs, thus cutting off any sites hosted by Blogspot. Other blogs, and sites in general, are blocked based on content reviews performed at the base, command and AFNOC level …

The idea isn’t to keep airmen in the dark — they can still access news sources that are “primary, official-use sources,” said Maj. Henry Schott, A5 for Air Force Network Operations. “Basically … if it’s a place like The New York Times, an established, reputable media outlet, then it’s fairly cut and dry that that’s a good source, an authorized source,” he said …

AFNOC blocks sites by using Blue Coat software, which categorizes sites based on their content and allows users to block sub-categories as they choose.

Diese Informationspolitik ist natürlich hochgradig lächerlich. Doch so langsam scheint sich ein, wenn auch geringer, Wechsel anzudeuten. Die USAF beginnt langsam mit Bloggern zusammenzuarbeiten bzw. die Webfilter zu lockern. Da dem so ist und sie dem einfachen Soldaten aber zur Hand gehen wollen (viel Vertrauen haben sie wohl nicht in ihre Leute) gibt die Airforce nun seit neuesten den Truppen ein paar Verhaltensregeln auf den Weg wie auf Blogposts militärisch korrekt zu reagieren ist.

Das magische Stichwort ist “Counterblogging”, das nichts geringeres ist als Gegenreaktionen auf Blogger die negative Meinungen über die US Regierung und die Airforce haben.

Damit es auch schön einfach bleibt, gibt es die Regeln auch in einem einfach zu verstehenden Diagramm:

airforceblogreactions

(Quelle: webinknow.com)

Anhand dieses Diagramms kann nun jeder Soldat leicht selbst entscheiden was zu tun ist. Wenn es sich bei negativen Artikeln um Troll- oder einfache Wutposts handelt, soll nicht reagiert werden, aber die entsprechende Seite weiter beobachtet werden. Bei, nach Militärstandards, fehlgeleiteten Artikeln die Falschinformationen beinhalten, soll durch Kommentare die wahren Fakten dargelegt werden. Und schließlich bei Bloggern die mit der Airforce aufgrund bestimmter Erfahrungen weniger glücklich sind, soll in freundlichen Ton die Situation geklärt werden.

Und wenn die Airforce nun auch noch all die Filtermechanismen abschafft, können die Soldaten auch die BLogs lesen auf die sie reagieren sollen ;-)



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